Dort unter dem Kastanienbaum
War's einst so
wonnig mir,
Der ersten Liebe schönsten
Traum
Verträumt' ich dort mit
ihr.
Dort unter dem Kastanienbaum
Ist's jetzt so
traurig mir,
Dort gab ich meinen Schmerzen
Raum,
Seit Vanda schied von
hier.
Und doch ist's gar ein lieber Ort,
Erinnrung
heiligt ihn,
Es ist kein Zweig, kein Blättchen
dort,
Dem sie nicht Reiz
verliehn.
Das Windesspiel in dunkler Krone,
Ihr
melancholisch Rauschen
Gleicht ihrem bangen
Abschieds-Tone
Und zwingt mich, ihm zu
lauschen.
Die weiße Blume? war sie nicht
Selbst eine
weiße Blüte?
Strahlt Unschuld nicht ihr
Angesicht,
Nicht Reinheit,
Seelengüte?
Mit zartem Purpurnetz durchstickt
Seh' ich
die Blume prangen
Und denke wenigstens,
entzückt,
An ihre Rosenwangen.
Bald werd' ich eine Frucht erschaun
Und habe
dann fürwahr,
Es war ja auch
kastanienbraun,
Ihr schöngelocktes
Haar.
Nur eines fehlt, des Auges Blau,
Des
Liebchens größte Zier,
Das trägt der Baum mir
nicht zur Schau,
Das zeigt er niemals
mir.
Doch wenn der Frühling wiederkehrt,
Belebt
die weite Au,
Da, hoff' ich, ist der Baum
bekehrt
Und blüht halb weiß, halb - blau.
Hier finden Sie kostenlose Klingeltöne fürs Handy.
Sie sind Übergewichtig, wollen eine Diät machen und abnehmen? Hier gibt es Infos zum Thema Schlafdiät.